Dr. med. Jana Engel

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie

Dr. med. Jana Engel

Bereits während meines Medizinstudiums habe ich mich mit dem Thema ADHS bei Erwachsenen auseinandergesetzt. 2007 habe ich das Krankheitsbild zum Gegenstand meiner Promotion gemacht und damit mein Studium erfolgreich abgeschlossen. Die Vielschichtigkeit dieses Krankheitsbildes fasziniert mich bis heute. Denn einerseits hält es ungeahnte Möglichkeiten für die Betroffenen bereit. Andererseits besteht ohne Diagnose und professionelle Behandlung die Gefahr,  dass es für die Betroffenen viel Leid bedeutet.

Im Anschluss an mein Staatsexamen erfolgte meine Ausbildung zur Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Frankfurt Höchst, der Vitos Klinik Eichberg sowie in der Praxis Dres. R. Hartmann und C. Wolf in Eltville. Dort absolvierte ich ebenfalls meine neurologische Ausbildung.

Mit Aufnahme der ärztlichen Tätigkeit erfolgte die Spezialisierung im Bereich ADHS bei Erwachsenen. In Eltville wurde mir die Möglichkeit gegeben, den Schwerpunkt ADHS im Erwachsenenalter zu etablieren. Über viele Jahre diagnostizierte und therapierte ich Betroffene mit ADHS und begleitete sie auf ihrem Weg. Durch die regelmäßige Teilnahme an zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen, die Mitgliedschaften in nationalen und internationalen Selbsthilfeverbänden sowie den Austausch mit Kollegen bleibe ich stets auf dem neuesten Wissensstand.

Bereits seit vielen Jahren hat das Thema ADHS bei Frauen bei mir einen besonderen Stellenwert. Begonnen hat alles mit dem Buch "Die Chaosprinzessin" von Sari Solden, eine der Pioniere auf dem Gebiet ADHS bei Frauen. Die Diagnose einer ADHS ist bei Mädchen und Frauen oft schwieriger, da die Symptome subtiler sind oder aufgrund geschlechtsspezifischer Rollenmuster und Anforderungen maskiert bzw. angepasst werden. Es ist wichtig, hierfür ein Bewusstsein zu schaffen. Aufgrund dessen bin ich im Rahmen meiner Mitgliedschaft in der Internationalen ADHS-Vereinigung ADHD Europe an dem Projekt ADHD and Women beteiligt.

Mit Sari Solden stehe ich mittlerweile in engem Kontakt, tausche mich regelmäßig über das Thema ADHS bei Frauen aus und nehme an ihren Supervisionen teil.

In Deutschland stehe ich durch die Mitgliedschaft im Selbsthilfeverein ADHS Deutschland e.V. auch außerhalb meiner medizinisch-therapeutischen Arbeit im Austausch mit Betroffenen. Dies erlaubt es mir, mich in die Besonderheiten des Denkens, Fühlens und Handelns von Erwachsenen mit ADHS hineinzuversetzen. Ziel ist es, meine Patienten gleichsam wirkungsvoll und nachhaltig therapeutisch zu unterstützen, damit sie ihren Alltag, ihr Berufs- und Privatleben besser und stressfreier bewältigen.

Wenn nichts sicher ist, ist alles möglich - Francis Paul Wilson